Als ich mir das Rauchen abgewöhnte, hatte ich nicht nur ein Problem. Das bekannte, nämlich die Sucht in Verbindung mit der Gewohnheit, kennen Sie vielleicht selbst. Wie aber steht es mit einem weiteren Problem: Sie werden vermutlich zunehmen. Können Sie jetzt noch essen, wie vorher? Eindeutige Antwort: Natürlich nicht! Waren Sie beispielsweise ein Freund des essbaren Fleisches, fetter Wurst oder von fettem Käse, so können Sie sich das auch gleich abgewöhnen.
Damit Sie nun aber nicht etwa in eine depressive Stimmung verfallen und sich fragen „Was darf ich denn überhaupt noch?“ sollten Sie Lebensweise und Ernährung umstellen. So wie ich. Gut zwei Wochen nach der letzten Zigarette bekam ich einen Aktivitätsschub. Ich kaufte mir Laufschuhe, Sportklamotten und joggte jeden zweiten Tag durch den Wald, was anfangs freilich schwer fiel, wie Sie sich vorstellen können, machte meine Lunge Sprünge, allerdings keine der Freude.
Das reichte aber nicht, auch die Ernährung musste eine andere werden. Während mein Kühlschrank Obst und Gemüse bis dato kaum kannte, zog das Grünzeug nun gleich Kiloweise ein. Grüner (etwas bitter), gelber (okay) und roter (etwas süsslich) Paprika gesellte sich zu Tomaten (Cherry- oder Strauchtomaten), grünen Gurken, Kohlrabi (nur für gute Zähne) und Eisbergsalat. Jeden Abend gab es bei mir einen leckeren Salatteller, als Dressing war ich zunächst mit Bio-Joghurt (0,1 Prozent Fett) zufrieden. Dazu nahm ich täglich mehrere Portionen Obst zu mir (Äpfel, Kiwis, Bananen, Weintrauben, Litschies Pflaumen und je nach Saison Erdbeeren und Apfelsinen. Im Gefrierfach stapelten sich ausserdem Blumenkohl, Brokkoli sowie Rosenkohl, frisch eingefroren oder tiefgefroren gekauft.
Übrigens: Sie nehmen nicht nur nicht zu, sondern Sie tun obendrein ihrem Immunsystem noch etwas Gutes! Und was spricht gegen Gemüse essen? Tja, da fällt mir eigentlich gar nix ein.
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