Erstens: Trinken Sie Weisswein, der macht keine Rotweinflecken! Nein – Spass beiseite. Man sollte natürlich den Wein trinken, der einem am Besten schmeckt und bekommt. Und in der Bekömmlichkeit ist tatsächlich nicht jeder Wein gleich. Wenn Ihnen erst einmal ein extrem trockener Weisswein dank des hohen Säuregehaltes ordentlich Magenschmerzen oder Sodbrennen verursachte, werden Sie wissen, was ich meine. Allerdings im Sommer, eisgekühlt und mit einem ordentlichen Schuss Mineralwasser als Weinschorle serviert, stellten sich diese trockenen Weissweine als ausgesprochen erfrischend heraus, und das sogar ganz ohne Nebenwirkungen.
Ich habe festgestellt, dass halbtrockene Weine häufig am Bekömmlichsten sind – für den Magen, wie auch für den Kopf. Nicht selten lösen nämlich sehr süsse Weine nicht nur ein ausserordentliches Schlafbedürfnis aus, sondern nach dem Erwachen auch Kopfschmerzen, wenn man die nicht schon vorher hatte. Nein, nein, nicht was Sie jetzt denken – ein Glas kann vollkommen genügen! Weine enthalten Gerbstoffe, und diese können schon mal in dem einen oder anderen empfindlichen Gemüt eine gewisse Unverträglichkeit auslösen. Dazu gesellt sich bei süssen Weinen noch ein recht hoher Alkoholgehalt und schon ist es mit der viel besungenen Weinseligkeit vorbei. Aber eigentlich will ich Ihnen das Weintrinken ja gar nicht vermiesen. Ich mag Wein, den Roten wie den Weissen und trinke auch gern mal ein Glas. Wenn Sie etwas Besonders probieren möchte, so lassen Sie sich auf einen Eiswein ein – nicht ganz preiswert, aber es lohnt sich. Auch Beerenauslesen versprechen in der Regel höchsten Genuss und das ganz ohne Reue - es sei denn, Sie lassen sich zu mehr als nur dem Weintrinken hinreissen…
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